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Infoabend von Christel Friedrich, Einsatzleitung der Ambulanten Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen
Montag, 11.10.2010, 19.30 Uhr
Eine schwere Erkrankung, die wenig Hoffnung auf eine Heilung zulässt, kann eine ganze Familie in eine Krise stürzen. Oft schützen sich die Kranken und ihre Angehörigen gegenseitig, sodass Offenheit und Ehrlichkeit schwierig werden. Es kann für beide Seiten hilfreich sein, wenn geschulte Hospizmitarbeiter mit Sensibilität erspüren, was gerade gebraucht wird. Christel Friedrich informiert über Möglichkeiten und Angebote der ambulanten Hospizarbeit.
Haus der Begegnung, kleiner Sitzungssaal
Eintritt frei
Vortrag von Walter Küchlin
In Zusammenarbeit mit dem Verein für Heimatgeschichte
Mittwoch, 13.10.2010, 19.30 Uhr
Wer war Jakob Schaffner? Fast alle Befragten schüttelten mit dem Kopf: "Keine Ahnung." Dabei sollten zumindest die Wyhlener Bescheid wissen. Denn der "Bub mit den Kirschenaugen" verlebte hier "das schönste Jahr seines Lebens", wie eine Gedenktafel in der Bergstraße 12 heute noch mitteilt. Sein Vater war als Herrschaftsgärtner beim Basler Pfarrer Stähelin angestellt, hatte aber nebenher in Kleinbasel ein bescheidenes landwirtschaftliches Anwesen. Als er 1883 starb, wanderte seine Mutter, die aus Wyhlen stammt, nach Amerika aus. Ihren siebenjährigen Sohn lässt sie zu den Wyhlener Großeltern bringen. Erst im Alter von 37 Jahren wendet sich Jakob Schaffner, mittlerweile ein angesehener Schriftsteller, literarisch seiner Kindheit zu. In seinem Hauptwerk "Johannes" beschreibt er das Dorf und das Leben mit seinen Großeltern. Ein Blick in seine Biographie zeigt, dass sich Jakob Schaffner nach 1933 in den Dienst der NS-Ideologie begeben hat und sowohl die Ehrenbürgerwürde als auch der Hebelpreis politisch gesteuerte Ehrungen waren. Nach 1945 wurde in Wyhlen die "Jakob Schaffner Straße" in "Bergstraße" umbenannt. Damit war der "Fall" Schaffner vor Ort geregelt. In der Heimat seines Vaters betitelten ihn viele als "Vaterlandsverräter" oder als "helvetisches Ärgernis". Er wurde ins Abseits gestellt.
Walter Küchlin hat sich seit Jahren intensiv mit den Werken Jakob Schaffners und seiner Biographie befasst und wird der Frage nachgehen, was uns der Schriftsteller in seinem Hauptwerk "Johannes", das noch vor seiner nationalistischen Verirrung erschien, heute noch zu sagen hat. Lichtbilder bereichern den Vortrag.
Katholisches Gemeindehaus Wyhlen
Gebühr: € 6,00
Vortrag von Jutta Vincent, Vorsitzende Förderkreis Hospiz am Buck e.V., Lörrach
Dienstag, 23.11.2010, 19.30 Uhr
Im Oktober 2010 wird in Lörrach-Stetten das Hospiz am Buck eröffnet. Wer im Hospiz aufgenommen werden kann und wie dort gearbeitet wird, im Unterschied zum Krankenhaus und zum Pflegeheim, ist das Thema des Vortrags. Auch über die Finanzierung eines Hospizaufenthaltes wird informiert.
Zwei kurze Filme geben einen Einblick in das Leben in einem Hospiz.
Haus der Begegnung, kleiner Sitzungssaal
Eintritt frei
Vortrag von Prof. Ueli Mäder, Soziologe
Montag, 17.01.2011, 19.30 Uhr
Geht der Arbeitsgesellschaft tatsächlich die Erwerbsarbeit aus? Und falls ja, was könnte das bedeuten: ein Verlust an Einkommen und Identität? Was gibt es für Alternativen - innerhalb und außerhalb der Erwerbsarbeit? Könnten ein Grundeinkommen und neue Formen der sozialen Integration weiter helfen?
Ueli Mäder, Professor an der Universität Basel, geht diesen Fragen nach. Er analysiert die Arbeitsmarktpolitik, kritisiert unsere einseitige Orientierung auf die Erwerbsarbeit und plädiert dafür, die Frage nach dem Sinn mehr in unseren Alltag und in gesellschaftliche Perspektiven einzubeziehen. Ueli Mäder leitet das Institut für Soziologie der Universität Basel. Er hat u.a. das Buch "Für eine solidarische Gesellschaft" und mehrere Studien zur Armut und zur sozialen Ungleichheit verfasst. Zuletzt ist von ihm erschienen: "Wie Reiche denken und lenken" (rpv, Zürich 2010).
Evangelisches Gemeindehaus, Grenzach
Gebühr: € 6,00
Vortrag von Dr. Heide Stransky-Gärtner, Kinderärztin
Mittwoch, 02.02.2011, 19.30 Uhr
In ihrem Vortrag wird die Kinderärztin Tipps für den Alltag geben, die helfen, Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten und zu steigern. Es wird um gesunde Ernährung gehen, aber auch um einen nachhaltigen und umweltbewussten Lebensstil. Ein Lebensstil, der Kosten, Zeit und Energie spart und darüber hinaus die Lebensfreude steigert. Aufgrund ihrer langjährigen ärztlichen Erfahrung kann die Referentin Ratschläge für Kinder und Erwachsene, Gesunde und Kranke geben.
Haus der Begegnung, kleiner Sitzungssaal
Gebühr: € 6,00
Infoabend von Dr. med. Christa Häfner, Vorsitzende der Ambulanten Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen
Montag, 21.03.2011, 19.30 Uhr
Der Verlust eines geliebten Menschen stürzt die Trauernden häufig in ein Chaos. Bisher funktionierende Lebensstrukturen brechen zusammen und müssen neu erarbeitet, die Beziehung zu Freunden und Bekannten eventuell neu definiert werden. Alles ist im Umbruch und das wird sehr schmerzlich erlebt. Je enger die Verbindung zu dem Verstorbenen war, desto größer ist der Schmerz.
Dr. Christa Häfner von der ambulanten Hospizgruppe möchte an diesem Abend die Unterstützungsangebote für trauernde Erwachsene vorstellen und ist offen für alle diesbezüglichen Fragen.
Haus der Begegnung, kleiner Sitzungssaal
Eintritt frei
Albert Schweitzer als Theologe und Philosoph
Vortrag von Henning Kurz
Mittwoch, 30.03.2011, 19.30 Uhr
Albert Schweitzer ist vielen als Urwalddoktor von Lambarene bekannt. Er war aber zunächst Theologe, Philosoph, Musikwissenschaftler und ein bedeutender Organist. Diese eher unbekannten Seiten des großen Humanisten will der Vortrag von Henning Kurz beleuchten.
Passend zu diesem Vortrag findet am 01.04.2011 eine Exkursion nach Kaysersberg, dem Geburtsort Schweitzers mit Besuch des Albert-Schweitzer-Museums statt (sh. Studienfahrten und Exkursionen).
Haus der Begegnung, kleiner Sitzungssaal
Gebühr: € 6,00