Volkshochschule Grenzach-Wyhlen

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Wissenschaftliche Vorträge und Literatur

"Die Kunst des Liebens" - ein fast vergessener Klassiker

Zum 110. Geburtstag des Sozialpsychologen Erich Fromm
Vortrag von Henning Kurz

Dienstag, 23.03.2010, 19.30 Uhr

Der Psychologe Erich Fromm hat mit seinem Werk "Die Kunst des Liebens" einen "Longseller" verfasst, der zwar in vielen Haushalten präsent ist, aber - ähnlich wie andere Klassiker - mehr oder weniger im Bücherregal verstaubt. Der Vortrag will die Aktualität von Fromms kritischer Analyse der Konsumgesellschaft aufzeigen. Eine Gesellschaft, die das Marketing zum Evangelium erhebt, macht auch vor der Liebe nicht halt. Märchen, Mythen und Missverständnisse prägen diesen Lebensbereich. "Es gibt kaum", so Fromm, "ein Unterfangen, das mit so ungeheuren Hoffnungen und Erwartungen begonnen wurde und das mit einer solchen Regelmäßigkeit fehlschlägt wie die Liebe."

Gemeindebücherei

Gebühr: € 5,00

"Lesen gefährdet die Dummheit"

Warum dem Lesen in der Bildungsdiskussion eine so große Bedeutung zukommt
Vortrag zum Welttag des Buches 2010

Freitag, 23.04.2010, 19.30 Uhr

In Kooperation mit der Gemeindebücherei

In der bildungspolitischen Diskussion nach Pisa wurde immer wieder auf die zentrale Bedeutung des Lesens als Kernkompetenz hingewiesen.
Aus zwei Perspektiven werden Detlev Hoffmeier, Leiter der Gemeindebücherei und Henning Kurz, Leiter der VHS, das Thema Lesen beleuchten.
Die Referenten werden aus der Sicht des Bibliothekars und der Sicht des Lehrers versuchen herauszuarbeiten, was das Lesen leisten kann und welche Funktion es bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat.

Gemeindebücherei

Gebühr: € 5,00

Erzählte Zeit: Johann Peter Hebel in Briefen und Erzählungen.

Neu zu Gehör gebracht von Martin Jösel

Montag, 10.05.2010, 20.00 Uhr

Vom Dorfbub zum Dichter und Politiker, vom Hauslehrer zum Professor und Prälaten!
Entlang der Lebensstationen Hebels wird Martin Jösel dessen Lebenswerk vorstellen. Dabei soll Hebel als vergnüglich protestantisch-aufgeklärter Erzähler neu gewürdigt werden: Der Kalendermann Hebel verstand es großartig, Zeit in vielen Facetten darzustellen und zu gestalten: die Lebensspanne eines Menschen und ganze geschichtliche Epochen, Alltagsmomente und Ewigkeit verwandelt Hebel kunstvoll in erzählte Zeit.

Eine Veranstaltung des Literatursommers 2010 der Landesstiftung Baden-Württemberg.

Passend dazu: Hebel-Spaziergang durch Basel am 09.05.2010
sh. Exkursionen und Studienfahrten

Buchmarkt an der Grenze

Gebühr: € 8,00

Johann Peter Hebel und der Realismus des 19. Jahrhunderts.

Ein Vergleich mit bekannten Vertretern jener literarischen Epoche
Vortrag von Dr. Erhard Richter

Donnerstag, 20.05.2010, 19.30 Uhr

Zuerst zeigt der Referent auf, wie Johann Peter Hebel in seinen Alemannischen Gedichten und Kalendergeschichten die deutschsprachige realistische Dichtung des 19 Jahrhunderts vorweg nimmt. In ihnen herrscht das vor, was Goethe "Erdgefühl" nannte, also die Bindung an die Heimat und ihre Menschen. Dabei werden auch Naturdinge personifiziert, wie z.B. Hebels Gedicht "Die Wiese" zeigt. Danach folgt ein Vergleich mit den großen realistischen Dichtern des 19. Jh. wie Jeremias Gotthelf, Gottfried Keller, Annette von Droste-Hülshoff, Adalbert Stifter und Theodor Storm. Die Hinwendung Hebels und dieser Dichter zu einem begrenzten landschaftlichen Bereich und deren Menschen bedeutet nicht etwa provinzielle Enge, denn an den dichterischen Gestalten ihrer Werke werden alle bedeutenden Themen der Menschheit aufgezeigt.

Eine Veranstaltung des Literatursommers 2010 der Landesstiftung Baden-Württemberg.

Zehnthaus Wyhlen

Gebühr: € 8,00

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